Mir wurde eine Tanaka ECS-3351 zugeschickt, welche sich nicht mehr starten ließ. Es handelt sich hierbei um eine Benzin-Kettensäge aus Japan und der Besitzer hat bereits einige Reparaturen selber vorgenommen. So wurden die Membranen und Dichtungen im Vergaser getauscht, die Dichtung zwischen Vergaser und Zylinder sowie der Benzinfilter.

Trotz der Maßnahmen ließ sich die Tanaka-Kettensäge nur im Choke starten und dies sehr schlecht. Ohne Choke kaum und wenn, dann mit Drücken des Gashebels. Ließ man diesen los, so ging der Motor sofort aus.
Nach einer kurzen Begutachtung der Zündkerze stellte ich fest, dass der Zündfunke nur noch sehr schwach war. Darauf tauschte ich die Kerze durch eine neue aus. Zugleich war noch eine Einstellung des Vergasers nötig.
Vergasereinstellung: L= 1 1/4 und H= 1 3/4
Beim Probelauf sprang die Säge sofort an und beschleunigte sehr gut hoch. Des Weiteren hielt der Motor auch das Standgas.
Was war die Ursache?
Es war eine Kombination. So erzeugte vermutlich die Zündkerze im unteren Drehzahlbereich keinen ausreichenden Zündfunken mehr. Wiederum hatte der Vergaser nicht mehr die optimale Vergasereinstellung, bezogen darauf, dass die Membranen und Dichtungen getauscht wurden.
Welche weiteren Ursachen wären denkbar?
War die Tanaka ECS-3351 schon länger in Benutzung, so sollten auf jeden Fall die Dichtung zwischen dem Vergaser und dem Adapter sowie die Dichtung zwischen Adapter und Zylinder getauscht werden. Durch das Auflösen der Dichtungen kann Nebenluft entstehen. Ganz ähnlich sieht es bei der Zylinderbodendichtung aus.
Ist der Zündfunke auch bei einer neuen Zündkerze nur schlecht ausgeprägt bzw. nicht stark und regelmäßig, so kann ein Defekt an der Zündspule vorliegen.


