Holz vor Diebstahl schützen

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Der Diebstahl von Holz kommt leider immer wieder vor und gerade Waldbesitzer haben damit zu kämpfen. Das Stammholz ist zu Polter am Waldesrand aufgestapelt, damit der Eigentümer diese später bei Bedarf abtransportieren oder vor Ort an Kunden verkaufen kann. Oftmals ist das Holz dabei bereits gut über die Waldstraßen oder sogar Landstraßen zu erreichen.

Was natürlich auch sinnvoll ist, denn schließlich können die Holztransporter die Polter zügig mit ihrem Kran aufnehmen und diese beispielsweise zum Sägewerk transportieren. Diese gute Zugänglichkeit ist allerdings sowohl für Gelegenheitstäter als auch professionelle Holzdiebe eine mögliche Einladung für den Holzdiebstahl.

Holz vor Diebstahl schützen

Aber nicht nur mitten im Wald gibt es immer wieder Langfinger, welche sich am Holz anderer bereichern. Mir selbst ist es vor 8 Jahren selbst passiert, dass mir bei einem Kunden auf deren Grundstück über Nacht ca. 10 Raummeter Holz gestohlen wurden. Der Kunde war dabei selbst sehr überrascht, da sich das Grundstück mitten in der Stadt befand und gut einsehbar war. Nach einer kurzen Recherche stellte sich heraus, dass es sich hierbei um Privatleute handelte, die selber Kunden bei meinem Kunden wahren.

Eine Lehre war es mir allemal. Es ist mir seither kein zweites Mal passiert und daher habe ich einige Tipps für euch, wie ihr euer Holz vor Diebstahl schützen könnt.

Den Abtransport des Holz erschweren

Als mir das Holz damals gestohlen wurde, habe ich einen großen Fehler gemacht. So habe ich die Holzstämme in handliche 1 Meter Stücke geschnitten. Die Leute hatten somit sehr leichtes Spiel. Da diese das Holz ganz bequem in die Kofferräume ihrer Autos legen brauchten, was sie auch taten.

Seither erfolgt der direkte Zuschnitt bei mir erst vor dem Abtransport und bisher gab es nie wieder Probleme. Erklären lässt es sich dadurch, dass es für die Leute deutlich schwieriger wird, den Abtransport des Holzes durchzuführen.

Liegt beispielsweise ein dickerer Buchenstamm von 4 bis 5 Metern Länge um, dann kann dieser gleich mehrere hunderte Kilogramm wiegen. Ein kompletter Abtransport wäre für Privatpersonen kaum möglich.

großer Baumstamm

Was passiert, wenn eine Person eine Kettensäge mitbringt? Die Person zieht durch den Einsatz einer Motorsäge eine erhöhte Aufmerksamkeit auf sich und der Arbeitsaufwand wird höher. Es sind Faktoren, die einen gewissen Prozentsatz davon abhält. Natürlich gibt es auch Personen, die sich nicht davon abschrecken lassen.

Regelmäßige Kontrollen der Holzlager

Eine regelmäßige Kontrolle der Holzlager zu ganz unterschiedlichen Zeiten, kann die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls reduzieren.

Das Holz mit GPS Tracker überwachen

Wird das Holz geklaut, dann kann man es als Besitzer mit einem GPS Tracker wiederfinden. Die kleinen Geräte werden gut sichtbar an den Stämmen versteckt und fallen somit nicht auf. Wird das Holz bewegt, erhält man sofort eine Nachricht auf das Smartphone und kann reagieren. Da der Tracker den aktuellen Standort anzeigt, lässt sich somit auch verfolgen, wo sich das Holz gerade befindet.

Das Holz einzäunen und mit Kameras überwachen

Eine sehr wirksame Methode ist das Einzäunen des Holzlagers in Verbindung mit einer vernünftigen Kameraüberwachung. Ich habe hierbei die Beobachtung gemacht, dass schon alleine der Zaun eine Vielzahl von Privatleuten vom Holzdiebstahl abhält. Die Hemmschwelle erhöht sich dadurch bereits deutlich, da diese bewusst mit Gewalt den Zaun öffnen müssten und die Öffnung selbst erzeugt bereits jede Menge an Aufmerksamkeit.

Holzlager mit Zaun

Die Überwachung mit Kameras bietet dann nochmals eine zusätzliche Sicherheit und zugleich mögliche Beweise, sollte es dennoch zu einem Diebstahl kommen. Wie solch eine Überwachung dabei aussehen kann, sieht man beispielsweise bei den Videoüberwachungstürmen der Firma BauWatch. Erst kürzlich konnte ich mir davon selbst einmal ein Bild machen.

Holz mit Kamera überwachen

Das System besitzt mehrere Videokameras in HD-Qualität, die Dank eines ausfahrbaren Teleskoparmes einen größeren Bereich überwachen. Der Turm hat eine eigene Stromversorgung und ist mit zahlreichen Sicherheitssystemen ausgestattet. Wer möchte, kann das Holzlager rund um die Uhr von der Sicherheitsleitstelle überwachen lassen. Als Besitzer ist es zudem möglich, jederzeit in Echtzeit die Videoaufnahmen abzurufen.

Solch ein Überwachungssystem macht meiner Meinung nach, besonders Sinn bei der Überwachung von Wertholz wie Eiche, Buche, Esche, Robinie oder Ahorn.

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