Geld sparen beim Brennholz

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Wer während der Übergangszeit und im Winter mit Holz heizt, kann die Energiekosten im Haushalt deutlich senken und viel Geld sparen. Die Anschaffung eines Kaminofens oder sogar einer kompletten Holzheizung kann sich daher sehr lohnen. Um mit Holz heizen zu können, bedarf es natürlich Brennholz und wer nicht gerade einen eigenen Wald besitzt, muss dieses Holz erwerben. Ich habe einige Tipps, welche euch dabei helfen können, beim Erwerb von Brennholz viel Geld zu sparen.

Wann ist Brennholz am günstigsten?

Fangen wir mit der wichtigsten Frage an. Der Brennholzpreis unterliegt zahlreichen Schwankungen. Als erste gute Orientierung dient hierbei der Frühling und Sommer. Während dieser Zeit sinken die Preise für Brennholz. Was verständlich ist, da die Kaminöfen nicht in Betrieb sind und somit die Nachfrage sehr gering ist.

Geld sparen Brennholz

Eine weitere günstige Gelegenheit ergibt sich, wenn große Mengen an Holz den Markt überfluten und die Preise dadurch sinken. Ein Beispiel hierfür sind Orkanschäden der letzten Jahre oder der aktuelle Borkenkäferbefall. Hier kann es sich auszahlen, gleich größere Mengen zu kaufen.

Brennholz kostenlos abzugeben

Verständlicherweise lässt sich am meisten Geld sparen, wenn man das Holz kostenlos bekommt. Allerdings dürfte nun die Überlegung bei euch aufkommen, wer auf die Idee kommen könnte, sein Brennholz zu verschenken. Tatsächlich war ich selber überrascht, dass es viele Leute gibt, welche Holz kostenlos verschenken.

Die Gründe hierfür sind immer die gleichen. Nämlich, die Leute brauchen entweder Platz oder diese haben einen Baum gefällt, besitzen jedoch selbst keinen Kaminofen und können das Holz somit nicht verwerten.

Ihr könnt sehr leicht herausfinden, wer in eurer Umgebung gerade Brennholz verschenkt. Nutzt hierzu einfach Kleinanzeigenportale wie ebay. Dort gebt ihr in die Suchleiste einfach ,,Brennholz‘‘ ein, klickt daneben auf den Menüpunkt ,,Verschenken & Tauschen‘‘ und wählt euren Wohnort sowie den Umkreis.

Häufig handelt es sich dabei um Brennholz in Form von Abrissholz, alte Paletten oder Reste vom Baumschnitt. Es mag sich zwar nicht um Stammholz oder fertiges Scheitholz handeln, jedoch ist es auch Holz, welches noch zum Heizen dienen kann.

Mein Tipp: Ich entdecke selbst immer wiedermal Angebote, wo das Holz kostenlos angeboten wird, jedoch die Bedingung besteht, dass der Baum dafür im Gegenzug kostenlos gefällt werden soll. In solchen Fällen solltet ihr achtsam sein und euch sehr gut überlegen, ob ihr darauf eingeht. Oftmals wird nämlich versucht, die Kosten für einen Dienstleister für die Baumfällung einzusparen.

Nadelholz als günstigere Alternative zu Hartholz

Muss es immer Hartholz als Brennholz sein? Sicherlich haben Buche, Eiche & Co einen sehr guten Heizwert, jedoch sind dieses Holzarten beim Kauf auch teurer. Nadelholz wie Fichte oder Kiefer ist hingegen eine günstigere Alternative, wo man viel Geld sparen kann. Gerade in der heutigen Zeit werden aufgrund der Trockenheit sowie des daraus folgenden Borkenkäferbefalls viele Nadelholzbestände gefällt. Dementsprechend gibt es hohe Lagerbestände und die Preise sind sehr niedrig.

Fichte Stammholz

Ich erlebe es selbst derzeit, dass viele Brennholzhändler sowie Waldbesitzer glücklich sind, wenn man diesen das Nadelholz abkauft. Diese werben sogar regelrecht dafür.

Sturmholz und Spaltreste günstig kaufen

Sturmholz wird durch Windbruch verursacht, bei denen Bäume entweder entwurzelt oder stark beschädigt werden. Dieses Holz wird oftmals günstiger verkauft oder im Wald sogar verschenkt, wenn man es sich selber herausholt, was besonders für den Kronenbereich gilt.

Sturmholz als Brennholz

Mein Tipp: Fragt vorab immer den Waldbesitzer, ob ihr das Holz sammeln dürft. Es ist immerhin sein Eigentum!

Gleiches gilt für Spaltreste, welche bei der Brennholzproduktion übrig geblieben sind. Dieses Holz sieht zwar von der Optik her nicht so schön aus, dafür bekommt man es deutlich günstiger. Mitunter erhält man das Holz sogar für die Hälfte des regulären Preises. Kostet beispielsweise der normale Raummeter Buche 100 Euro, so gibt es diesen in Form von Spaltresten für 50 Euro.

Brennholz selber sägen und Geld sparen

Bringe ich meine Eigenleistung ein, dann reduzieren sich die Kosten deutlich und so ist es auch beim Brennholz-machen. Hierzu müsst ihr die Bäume noch nicht einmal selber fällen. Fragt bei Brennholzhändlern oder Forstunternehmen nach, ob diese Stammholz verkaufen. Entweder wird das Holz dabei am Waldessrand verkauft oder es liegt sogar bereits auf dem Hof.

Das Holz selbst liegt dort meist in einer Länge von 3 bis 4 Metern vor, sodass von eurer Seite nur ein kurzer Zuschnitt auf die passende Anhängerlänge nötig ist. Mitunter wird euch auch eine Anlieferung angeboten und bei größeren Bestellmengen sogar ein zusätzlicher Rabatt.

Brennholz selber machen

Wie viel kann man sparen? Eine Ersparnis von 50 % ist hierbei denkbar. Kostet beispielsweise der Raummeter Buche (ofenfertig) 100 Euro und ihr kauf es in Form von Stammholz für 40 Euro, dann wäre es bereits eine Ersparnis von 60 Euro.

Natürlich bringt ihr eure Eigenleistung ein und das Holz muss noch trocknen. Für die Betriebsstoffe sowie für den Verschleiß würde ich aus meiner Erfahrung heraus 10 Euro pro Raummeter berechnen, somit würde man anhand des Beispieles 50 Euro sparen.

Die Ersparnis würde bei 10 Raummetern aber immerhin schon bei 500 Euro liegen. Da ihr jedoch teils mit Holz heizt und Gas oder Öl spart, ergibt sich daraus wieder ein zusätzliches Sparpotenzial von mehreren hundert Euro im Jahr.

Bei Dienstleistern für Baumfällarbeiten nachfragen

Werden Bäume in einer Stadt, Kommune oder Gemeinde gefällt, dann werden diese durch Fachfirmen durchgeführt, welche sich auf Baumfällungen und die Baumpflege spezialisiert haben. Finden solche Arbeiten in eurer näheren Umgebung statt, dann kann es sich durchaus lohnen, dort einmal nachzufragen. Mitunter bekommt ihr das Holz zu einem sehr guten Preis. Eine Alternative hierzu können auch Bauwirtschaftshöfe sein.

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