Anhänger für Brennholz

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Wer Brennholz transportieren möchte, benötigt dafür einen Anhänger. Die Produktpalette an PKW-Anhängern ist groß sowie vielfältig und richtet sich an unterschiedliche Bedürfnisse. Daher ist es sehr wichtig, sich beim Kauf ausreichend Zeit zu nehmen. Ein sehr entscheidendes Kriterium hierbei ist die Nutzungsart darüber, ob der Anhänger rein privat genutzt werden soll oder für den gewerblichen Transport von Brennholz.

Anhänger für Brennholz

Ich habe über die Jahre viel Holz transportiert und einige Anhänger im Einsatz gehabt. Nachfolgend habe ich daher einige Tipps.

PKW-Anhänger für Privatpersonen

In der Regel dürfte der Holzverbrauch bei Privatpersonen überschaubar sein. Wer den Kaminofen während der Heizsaison als zusätzliche Wärmequelle jeden Tag nutzt, kommt im Schnitt auf 7 bis 8 Raummeter. Diese Beobachtung konnte ich bisher machen und aus meiner Erfahrung heraus weiß ich, dass bei solchen Verbräuchen die Einachshänger bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 750 kg ausreichend sind.

Die Anhänger bewegen sich dabei in einer Preisspanne von ca. 599 bis 1000 Euro und sind meist aus Aluminium. Bei der Länge liegen wir bei rund 2.020 bis 2.050 mm sowie bei der Breite bei 1.075 bis 1.095 mm. Diese Art von Hänger lassen sich aufgrund des geringen Gewichtes sehr leicht bewegen und nehmen nicht allzu viel Platz in Anspruch.

Solch einen Anhänger siehst du im folgenden Bild. Es handelt sich hierbei um einen PKW-Anhänger von Böckmann, den ich seit einigen Jahren im Einsatz habe.

Anhänger von Böckmann

Auf dessen Ladefläche passt eine Holzmenge von bis zu 1,5 Raummeter und solche günstigen Hänger eignen sich für gelegentliche Transporte.

Wer allerdings größere Mengen an Brennholz transportieren möchte, dem kann ich zwecks der Abnutzung dazu raten, etwas mehr Geld zu investieren. So siehst du folgend meinen Stedele Anhänger aus Holz, der bereits über 14 Jahre im Einsatz ist und bisher ca. 40 bis 50 Tonnen an Holz sowie Grünschnitt transportiert hat.

Anhänger von Stedele

PKW-Anhänger für den gewerblichen Gebrauch

Beim gewerblichen Transport von Brennholz spielt die zu transportierende Menge eine wichtige Rolle. Hier kann ein Anhänger mit größerer Ladefläche sowie zwei Achsen für ein höheres Gewicht der Ladung von Vorteil sein. Steht der Transport von Scheitholz zum Kunden im Vordergrund, so ist ein Anhänger mit zusätzlicher Kippvorrichtung eine Überlegung wert. Da sich die Abladezeit deutlich verkürzt.

Hersteller für PKW-Anhänger

Die Auswahl an PKW-Anhängern ist nicht nur sehr groß, auch gibt es diese von mehreren Herstellern. Angeboten werden solche Anhänger unter anderem von Unsinn, Böckmann, Humbauer, Stema, Habert oder Koch.

Idealerweise verfügen viele der genannten Firmen über ein Händlernetzwerk, wo man sich als Kunde die Anhänger vor Ort anschauen, sich beraten und diese ausprobieren kann.

Mitunter bieten Baumärkte ebenfalls den Verkauf an. Gesehen habe ich solche Anhänger bei Hellweg, Obi, Globus, Toom und Bauhaus.

Lohnt sich der Kauf eines Anhängers?

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich sagen, dass sich der Kauf eines PKW-Anhängers immer lohnt. Gut ist es hierbei, wenn dein Auto bereits über eine Anhängerkupplung verfügt und du somit nur noch den Hänger kaufen musst. Aber gehen wir einmal davon aus, es wäre nicht der Fall.

Stammholz auf Hänger

Kleines Beispiel: Nehmen wir an, du musst eine Anhängerkupplung nachrüsten. So kannst du ungefähr mit Kosten (Anhängerkupplung, Elektronik, Einbau von Werkstatt) von ca. 800 bis 1200 Euro rechnen. Dazu kommt noch ein Anhänger (750 kg) für 650 Euro. Somit liegen wir bei einer Investition von 1450 bis 1850 Euro.

Der gleiche Anhänger würde beim Anhängerverleih nur 50 Euro Tagesmiete kosten. Auf den ersten Blick scheint daher die Miete die bessere Wahl zu sein. Was auch eine gute Entscheidung ist. Vorausgesetzt, du benötigst diesen nur ein oder zweimal im Jahr.

Stämme auf Hänger

Gehen wir aber davon aus, dass du alleine nur für das Brennholz den Anhänger 6 bis 7 Mal im Jahr benötigst, dann kämen wir bereits auf einen Mietpreis von 300 bis 350 Euro. Rechnen wir 3 Jahre weiter, so kämen wir auf 900 bis 1050 Euro. Hier zeigt sich dann, dass der Kauf womöglich die bessere Entscheidung ist.

Jedoch wirst du den Anhänger vermutlich des Öfteren im Jahr einsetzen und die Investition macht sich bezahlt. Besitzt du hingegen eine Anhängerkupplung, dann geht es umso schneller.

Zulässiges Gesamtgewicht beachten

Bevor es an den Kauf eines Anhängers geht, ist es wichtig zu wissen, wie viel man mit seinem PKW überhaupt ziehen darf. Einerseits ist dies abhängig von der Führerscheinklasse. So darf man mit dem Führerschein der Klasse B nur einen Anhänger samt Ladung mit einer zulässigen Gesamtmasse von 750 kg ziehen.

Das Gewicht des Holzes ist dabei nicht zu unterstützen. Wiegt der Anhänger beispielsweise 120 kg und dieser wird mit frischen Buchenstämmen beladen, dann können diese Stämme gleich mal 500 bis 600 kg auf die Waage bringen und wir nähern uns der 750 kg sehr schnell.

Auch spielt die Gesamtmasse bestehend aus dem Gewicht des Fahrzeuges, des Anhängers und der Ladung eine Rolle. Bei der Führerscheinklasse B dürfen es nicht mehr als 3.500 kg sein.

Gut ist es, wenn die Führerscheinklasse BE vorhanden ist, wo die zulässige Gesamtmasse des Anhängers bereits 3,5 Tonnen beträgt.

Wie bereits gerade beschrieben, muss aber auch das Auto die Last ziehen können. Die Daten dazu finden sich in den Zulassungsbescheinigungen.

Zulassung des Anhänger für 100 km/h?

Eine wichtige Frage, denn um mit dem eigenen Anhänger 100 km/h fahren zu dürfen, bedarf es von der Verkehrsbehörde eine weitere Zulassung. Erkennbar an der 100er-Plakette mit Aufkleber des Landkreises.

Was viele Fahrer nicht wissen ist, dass diese höhere Geschwindigkeit nur für Autobahnen und Autostraßen bzw. Straßen mit getrennter Fahrspurt durch eine Mittelleitplanke gilt. Auf den normalen Landstraßen gilt weiterhin Tempo 80! Dennoch sehe ich regelmäßig Autofahrer, die mit dem Anhänger auch dort Tempo 100 fahren.

Daher sollte man sich genau überlegen, ob die 100er-Zulassung nötig ist.

Ladungssicherung beim Brennholztransport

Die Ladungssicherung sollte immer an erster Stelle stehen und dabei spielt es keine Rolle, was mit dem Anhänger transportiert wird. Kommt es einmal zu einer Notbremsung oder einem Ausweichmanöver, so schützt eine ordentliche Sicherung vor dem Herunterrutschen oder Umkippen der Ladung. Die Kräfte, die dabei entstehen können, dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Schon bei Tempo 30 können ungesicherte Holzscheite bei einer Vollbremsung wie ein Geschoss wirken und dich, deine Beifahrer und andere Verkehrsteilnehmer verletzen. Beim Anhängerhersteller UNSINN bin ich hierbei auf einen informativen Artikel gestoßen, der die Ladungssicherung einfach erklärt.

Meine Tipps zur Ladungssicherung bei Brennholz:

  • beim Transport von Scheitholz darf ein Anhängernetz nicht fehlen. Gut ist es außerdem, wenn das Holz gleichmäßig über die gesamte Ladefläche verteilt wird.
  • Beim Transport von Baumstämmen ist es wichtig, dass diese schlüssig zur Bordwand liegen und seitlich mit Spanngurten gesichert werden. Die Nutzung eines Anhängernetzes ist auch hier zu empfehlen.
  • Die regelmäßige Kontrolle der Spanngurte während des Transportes ist wichtig.
  • Vor der Beladung des Anhängers immer den Reifenluftdruck sowie deren Allgemeinzustand überprüfen.

Zusammenfassung – Anhänger für Brennholz

Möchtest du regelmäßig Brennholz oder auch andere Dinge transportieren, dann ist der Kauf eines Anhängers eine gute Entscheidung. Die höhere Investition am Anfang macht sich in der Regel binnen kurzer Zeit bezahlt.

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