Brennholz kaufen oder selber machen?

Einen Raummeter Buche oder Eiche bekommt man für 100 Euro zu kaufen. Im ersten Moment mag dieser Preis für den ein oder anderen Kaminofenbesitzer etwas hoch erscheinen. So liegt die Überlegung sehr nahe, ob es nicht günstiger wäre, dass man das Holz als Rohware nicht gleich selbst aus dem Wald oder Holzhandel erwirbt und es selber verarbeitet.

Was ist nun günstiger? Zuerst muss bei unserem Raummeter Buche und Eiche berücksichtigt werden, dass das Holz bereits auf die passende Länge geschnitten und zugleich gespalten ist, zudem ist es bereits getrocknet und kann somit sofort verwendet werden. Der Raummeter muss vom Brennholzhandel also nur noch mit einem Hänger abgeholt und zu Hause gestapelt werden.

Warum ist das fertige Holz so teuer? Ihnen wird letztendlich die gesamte Arbeit abgenommen und somit zahlen Sie für diese Dienstleistung. Für wen lohnt es sich? Wenn Sie nur wenig Zeit haben oder diese nicht zusätzlich investieren möchten, so ist der Kauf von Brennholz die bessere Wahl.

Brennholz fertig kaufen

Anmerkung: Wenn Sie sich das Holz anliefern lassen, müssen Sie die Anlieferungskosten mit einberechnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie fertiges Brennholz oder Rohholz kaufen. Hierbei lohnt es sich sehr, wenn Sie gleich mehr Holz bestellen, somit reduzieren Sie die Kosten für die Anlieferung im Bezug zum einzelnen Raummeter deutlich. Mitunter erhalten Sie bei größeren Bestellmengen auch noch einen Rabatt.

Das Brennholz selber machen

Zuerst müssen wir uns die Frage stellen: Was kostet der Raummeter als Rohware? Einen Raummeter Buche oder Eiche bekommt man beim Brennholzhandel oder Sägewerk für ca. 50 Euro, mitunter sogar für etwas weniger. Hierbei ist das Rundholz jedoch noch nicht auf die passende Länge geschnitten und Sie müssen es vor Ort zurechtschneiden.

Zu Hause angekommen müssen Sie zusätzliche Zeit einplanen, um das Holz auf die passende Ofenlänge zu schneiden und dieses zu spalten, zudem muss das Holz noch einige Jahre trocknen. Wenn wir bei der Berechnung noch einen Schritt weitergehen, müssen wir den Stundenlohn berücksichtigen. Nehmen wir einmal an, für die Verarbeitung benötigen Sie zwei Stunden und der Stundenlohn beträgt 20 Euro, somit belaufen sich die Gesamtkosten für den Raummeter auf 90 Euro. Somit liegt wiederum die Überlegung sehr nahe, ob sich der Preis im Verhältnis zum Aufwand wirklich lohnt.

Brennholz selber machen

Wie sieht es aus, wenn ich das Holz aus dem Wald hole? Wenn Sie das Holz aus dem Wald holen, fällt der Preis deutlich. Mitunter zahlen Sie für einen Raummeter Holz nicht mehr als 20 Euro. Was hierbei berücksichtigt werden muss, dass hierfür nochmals ein zusätzlicher Zeitaufwand nötigt ist. Dieser kann sich zudem erhöhen, wenn sich die Waldwege in einem schlechten Zustand (Schlaglöcher, große Spurrillen, Steine, usw.) befinden. Ihr Auto sollte mit diesen Bedingungen zurechtkommen.

Für wen lohnt es sich? Diese Möglichkeit lohnt sich dann, wenn Sie die nötige Zeit aufbringen möchten und das Brennholz machen ein Hobby ist. So kann die Arbeit mit der Kettensäge ein echter Ausgleich zum Beruf sein und zum anderen halten Sie auch noch ihren Körper fit, besonders dann, wenn Sie das Holz mit der Axt spalten, den Gang zum Fitnessstudio können Sie sich ersparen. Durch diese Einstellung können Sie den Stundenlohn außen vor lassen und Sie können dadurch sparen.

Anmerkung: Wenn Sie ihr Brennholz in regelmäßigen Abständen selber machen möchten, müssen Sie zusätzlich Geld für den Kauf einer Kettensäge, für die Schutzkleidung und die Betriebsstoffe einplanen. Sollten Sie diese Anschaffungen noch nicht getätigt haben, sollten Sie für die Kettensäge und der Schutzkleidung mit Kosten von 500 Euro rechnen. Empfehlenswert ist der Kauf eines Holzspalter, welcher das Spalten erleichtert.

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